Nachtwäsche-Blog

Social Media






Schlafstörungen – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Schlaflosigkeit ©whatmegsaid (Flickr), Creative Commons BY

Schlaflosigkeit ©whatmegsaid (Flickr), Creative Commons BY

Die Diagnose einer Schlafstörung ist uneinheitlich, da sie vom subjektiven Empfinden der betroffenen Person abhängt.

Grundsätzlich betrifft sie die Qualität und Dauer sowie den Ablauf des Schlafes, ebenso grundsätzlich werden Einschlaf- und Durchschlafstörungen sowie die Tagesmüdigkeit unterschieden. Es gibt auch die sehr seltene Erbkrankheit der letalen Insomnie, die Personen können faktisch nicht mehr einschlafen, was nach einiger Zeit zum Tod führt.

Ursachen und Diagnose von Schlafstörungen

Bei den Ursachen werden äußere und innere Faktoren unterschieden.

  • Eine starke Lärm-, Licht-, Vibrations- oder Geruchsbelastung belastet alle Bewohner eines Hauses oder Ortsteils gleichmäßig und führt zu Schlafstörungen. Wenn äußere Ursachen nicht beseitigt werden können, würde nur ein Umzug helfen, Anwohner von Flughäfen kämpfen daher um Nachtflugverbote.
  • Bei den inneren Ursachen kommen organische Erkrankungen infrage, die sich in körperlichen Symptomen äußern und ärztlich abgeklärt werden müssen. Der weitaus häufigere Fall sind jedoch seelische Ursachen.

Außerdem wird zwischen Einschlaf- und Durchschlafstörungen unterschieden, die darauf folgende Tagesmüdigkeit wird häufig als Folge ungenügenden Nachtschlafes betrachtet. Einschlafstörungen werden traditionell mit akuten aktuellen Problemen der betroffenen Person in Zusammenhang gebracht, Durchschlafstörungen hingegen mit Dauerkonflikten. Einschlafstörungen werden diagnostiziert, wenn trotz ausreichender Müdigkeit nach rund 10 bis 20 Minuten im Bett noch kein Schlaf eingetreten ist, Durchschlafstörungen sind durch nächtliches Erwachen nach der REM-Schlafphase gekennzeichnet.

Sonderfälle stellen das Nachtwandeln oder andere Störungen dar, bei denen der/die Schläfer/in nicht erwacht, sowie das pünktliche Aufwachen depressiver Personen immer zu selben Zeit. Letzteres wird häufig nicht als Schlafstörung empfunden, stellt jedoch eine Anomalie dar.

Bei der Diagnose muss vom Krankheitsempfinden der Betroffenen ausgegangen werden, die erst dann einen Arzt aufsuchen, wenn sie sich dauerhaft und nachhaltig beeinträchtigt fühlen. Abhängig von dieser sehr subjektiven Einschätzung schwanken die Angaben über Schlafstörungen in westlichen Gesellschaften zwischen vier bis 35 Prozent der Bevölkerung, Mediziner gehen von rund 15 bis 20 Prozent aus, die behandlungsbedürftig sind.

Therapie und Tipps bei Schlafstörungen

Die Einhaltung regelmäßiger Schlaf- und Wachzeiten kann ein erster Ansatz zur Therapie sein, weil ein gestörter Rhythmus eindeutig negativ auf den Schlaf wirkt. Das wissen alle Interkontinenal-Reisenden, die mit dem Jetlag kämpfen. Zu einem gleichmäßigen Rhythmus gehören auch optimale innere und äußere Bedingungen.

Hilfreich sind der Verzicht auf übermäßiges Essen, Alkohol, Kaffee und Nikotin am Abend, ein gut gelüfteter, nicht zu warmer Raum (18° Celsius), ein bequemes Bett inklusive angenehmer Bettwäsche und keine starken äußeren Reize wie Licht und Schall.

Organische und seelische Ursachen müssen abgeklärt werden. Es kann helfen, wenn eine Situation diagnostiziert wurde und die betreffende Person sich damit arrangiert. Die Probleme können mehr oder minder schwerwiegend sein, sie reichen von Ehezwistigkeiten und familiären Problemen über Sorgen um die Gesundheit oder die Finanzen bis hin zu starken Verlusten (Trauerfälle, Konkurs, irreversible Körperschäden). Auch Mobbingopfer leiden unter Schlafstörungen, ebenfalls beruflich stark angespannte Personen. In vielen Fällen sind die äußeren Probleme nicht von heute auf morgen zu lösen, manchmal ist das schlicht unmöglich. Dann hilft ein inneres Arrangement der Person mit dem eigenen Schicksal, um Schlafstörungen zu überwinden.

Medikamente sind die “Notlösung” und sollten prinzipiell nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. An natürlichen Mitteln haben sich neben Entspannungstechniken (Yoga, progressive Muskelentspannung, autogenes Training) alte Hausmittel wie Fußbäder und pflanzliche Heilmittel wie Baldrian, Lavendel, Melisse und Hopfen bewährt.

5 Kommentare

  1. Saskia
    19. September 2011

    Schlafstörungen,Einschlafprobleme,Durchschlafstörungen, Schlaflosigkeit usw…
    Ich habe alles auch schon durch. Die Ursachen muss man finden, diese dann versuichen zu beheben…. Dann ist bald wieder alles gut.

  2. Christine
    23. November 2012

    Eigentlich ist es gar nicht so schwer etwas gegen Schlafstörungen zu unternehmen. Man muss “nur” die Ursache abstellen und häufig ist es etwas, was man selbst in der Hand hat. Bei mir war es z.B. das späte Essen und der Stress auf Arbeit. Nur etwas Disziplin und schon geht es wieder besser.

  3. Maik
    17. März 2013

    Schlafmangel haben zwölf Millionen Deutsche,

    der behandelt werden muss. Über 40 Prozent der Bundesbürger kämpfen sogar immer mal wieder damit, nicht gut einzuschlafen oder durchzuschlafen. Neun von zehn beschäftigten Menschen würden morgens lieber etwas länger schlafen. Ein Drittel unserer Bevölkerung soll unter chronischem Schlafmangel leiden. 15 Millionen Deutsche bekommen deswegen von ihren Ärzten ein Schlafmittel verordnet. Das sind alles wirklich Besorgnis erregende Zahlen. Wenn man bedenkt, welche Auswirkungen schlechter Schlaf im Straßenverkehr, Berufsleben und auf die Gesundheit hat, dann ist guter und gesunder Schlaf ungeheuer wichtig.

  4. Create Yourself
    25. Mai 2013

    Sehr hilfreich kann auch eine Hypnostherapie sein. Viele Klienten können hier den Ursachen auf den Grund gehen und dadurch wieder zu erholsamen Schlaf finden.

    Auch wie oben beschrieben kann das erlernen der Selbsthypnose bald zur erwünschten Ruhe führen.

  5. Claas
    4. Juli 2013

    Einfach richtig auspowern! Das hilft ungemein und man bekommt mit der Zeit diese Unruhe aus dem Körper und schläft viel besser.

Hinterlasse eine Antwort

Hinweis: Kommentare werden erst nach Überprüfung der E-Mail-Adresse freigeschalten. Eine gültige E-Mail-Adresse ist daher erforderlich!